Prüfliste mit sechs Fragen und vier Entscheidungen für Besprechungen
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Führung

Teil von Google, Asana und INQA zur Teamarbeit im dokumentierten Vergleich

Meetingkultur verbessern: sechs Prüffragen zu Agenda, Protokoll und meetingfreien Tagen

Meetingkultur verbessern mit sechs Prüffragen: Agenda, Protokoll, meetingfreie Zeiten. Prüfliste fürs Team und eine ehrliche Einordnung der Quellen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sechs Prüffragen führen je Besprechung zu einer von vier Entscheidungen: beibehalten, verkürzen, asynchron ersetzen oder streichen.
  • Die Fragen stammen aus Anbieterhinweisen, nicht aus einem Standard der Besprechungsforschung.
  • Für eine optimale Anzahl oder Dauer gibt es keine belegte Zahl; geprüft wird jede Besprechung einzeln.

Warum die Prüfliste pro Besprechung arbeitet

Der Ausgangspunkt ist laut Asana ein Alltagsproblem: Unproduktive Besprechungen, zu viele E-Mails und fehlende Transparenz kosten Teams Effizienz, weil sie von der eigentlichen Aufgabenliste ablenken und Zeit binden. Eine pauschale Obergrenze für Besprechungen hilft dabei nicht, denn eine belegte optimale Zahl oder Dauer pro Woche nennt die Quelle nicht.

Deshalb geht es hier nicht um einen allgemeinen Zeitmanagement-Ratschlag, sondern um einen einzigen Arbeitsschritt. Jede wiederkehrende Besprechung des Teams wird einmal mit derselben Liste durchgegangen und mit einer Entscheidung versehen: beibehalten, verkürzen, asynchron ersetzen oder streichen. Dieses Vorgehen und die Tabellenstruktur sind ein eigenes Arbeitsmittel, kein zertifizierter Standard.

Die sechs Prüffragen im Überblick

Die Fragen sind aus zwei Quellen abgeleitet. Asana liefert die Hinweise zu Tagesordnung, Ziel, Konventionen und Protokoll, Asana zusätzlich die Empfehlung zu meetingfreien Tagen und zum Zweck der Kommunikationskanäle. Die Ampelbewertung und die vier Entscheidungen sind eine eigene Zuspitzung.

Sechs Prüffragen als Checkliste mit Grün- und Rot-Kriterien (>-)
Die sechs Prüffragen entscheiden je Besprechung über Beibehalten, Verkürzen, asynchron Ersetzen oder Streichen. Image: Arbeitsleitbild
Frage Grün Rot
1. Wurde vorab eine Tagesordnung erstellt und geteilt? Ja, mit Ziel Keine Agenda
2. Sind Ziel und Nicht-Ziele festgehalten? Ja Ziel unklar
3. Sind Meetingkonventionen vorab geklärt? Ja Umstritten
4. Ist eine Protokollperson benannt? Ja, mit Fristen Nicht benannt
5. Lässt sich der Zweck asynchron erreichen? Nein Ja
6. Gibt es ein störungsfreies Zeitfenster? Ja Nein

Wer alle sechs Punkte mit Grün bewertet, behält die Besprechung. Ein einzelnes Rot führt nicht automatisch zur Streichung, sondern in die Prüfung. Entscheidend ist Frage 5.

Was die Prüffragen inhaltlich bedeuten

Eine Besprechung ohne klare Tagesordnung oder Zielsetzung bindet Zeit, auch wenn das Treffen nur 30 Minuten dauert. Vor dem Termin gehören deshalb eine geteilte Agenda, ein klares Ziel und ein ebenso klares Nicht-Ziel in die Einladung. Für notwendige Besprechungen empfiehlt die Quelle zusätzlich eine benannte Protokollperson, deren Notizen Aktionen mit Fristen und Verantwortlichen ergeben. Die Meetingkonventionen sollten vorab geklärt sein, etwa ob Laptops weggepackt werden oder wer wann zu Wort kommt laut derselben Quelle.

Steht bei einer Besprechung nur ein Statuswechsel an, lässt sie sich durch einen Projektstatusbericht oder eine kurze Nachricht ersetzen. Als weitere Alternativen nennt die Quelle virtuelle Brainstorming-Boards und asynchrones Teilen von Informationen für den Fall, dass keine Entscheidung nötig ist.

Für Prüffrage 6 braucht es kein Tool, sondern ein Zeitfenster. Ungestörte Zeiten, eine Bitte-nicht-stören-Funktion und geblockte Kalenderzeiten sind etablierte Maßnahmen; Asana beschreibt ein solches Fenster im eigenen Haus als meetingfreien Mittwoch als Praxisbeispiel des Anbieters. Ob ein Effekt auf Ergebnisse eintritt, lässt sich damit nicht belegen.

Entscheidungen und Grenzen

Aus der Bewertung folgen vier Optionen: beibehalten, verkürzen, asynchron ersetzen, streichen. Das folgende Beispiel ist eine eigene, klar gekennzeichnete Rechnung und keine Messung.

Entscheidungsweg von der Ampelbewertung zu vier Optionen (>-)
Aus der Bewertung folgen vier Optionen: beibehalten, verkürzen, asynchron ersetzen oder streichen. Image: Arbeitsleitbild

Beispiel: Eine wöchentliche Projektbesprechung dauert 45 Minuten mit 6 Personen. Das sind 4,5 Personen-Stunden pro Woche, bei 4 Wochen im Monat also 18 Personen-Stunden. Wird die Besprechung durch einen Statusbericht ersetzt, entfallen diese 18 Stunden, sofern der Bericht tatsächlich keine Abstimmung braucht.

Achten Sie auf die Quellenherkunft: Die Hinweise zu Meetings, Protokoll und meetingfreien Tagen stammen aus Anbietertexten von Asana, nicht aus unabhängiger Besprechungsforschung. Auch Googles interne Teamstudie, die Asana in einem anderen Artikel referiert, belegt für meetingspezifische Regeln keine Wirkung [als interne Untersuchung]. Solche Praxishinweise sind als Anregung brauchbar, die Einführung im Team bleibt eine eigene Entscheidung.

Häufige Fragen

Wie viele Meetings pro Woche sind produktiv? Eine belegte Zahl gibt es nicht. Eine Quelle nennt ausdrücklich, dass es keine universelle Zahl gebe, und empfiehlt stattdessen meetingfreie Tage und die Einzelprüfung.

Woran merke ich, dass eine Besprechung asynchron ersetzt werden kann? Wenn der Zweck auch durch einen Projektstatusbericht erreichbar ist und keine Entscheidung oder direkte Abstimmung nötig ist.

Was ist ein meetingfreier Tag? Ein Zeitraum mehrerer ungestörter Stunden ohne Besprechungen. Die Angabe ist ein Praxisbeispiel des Anbieters Asana, keine unabhängig geprüfte Vergleichsgröße.

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