
Organisationsentwicklung
Teil von Organisationsentwicklung im KMU strukturiert planen
Wie plant man einen Veränderungsprozess im Betrieb konkret?
Veränderungsprozess planen im Betrieb: fünf Schritte, Altersstruktur als Datenblock und ein ausfüllbares Planungsblatt für Ihre Personalplanung.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Altersstruktur bekommt einen eigenen Datenblock mit vier Kennzahlen.
- Ein Planungsblatt hält Ziel, Verantwortung, Zeithorizont und Jobgruppe fest.
- Schreiben Sie jede Zeile aus. Sonst bleibt der Plan eine Absicht.
Schritt 1 bis 3: Strategie, Jobgruppen, Bedarf
Am Anfang steht die Frage, wohin das Unternehmen will. Die INQA ordnet diese Frage über das magische Viereck. Es hat vier Fragen: Was wollen wir erreichen? Welche Entwicklungen müssen wir berücksichtigen? Wie erreichen wir die Ziele? Welche Anforderungen ergeben sich daraus für die Belegschaft? Strategische Personalplanung der INQA
Schritte 1 bis 3 der Personalplanung
- Strategie klärenWohin will das Unternehmen?
- Belegschaft erfassenPersonen zu Jobgruppen zuordnen
- KompetenztableauQualifikationen und Lücken sichtbar machen
- Soll-ZustandBedeutung der Jobgruppen in drei Jahren
- Künftigen Personalbedarf notieren
Danach erfassen Sie die Belegschaft. Ordnen Sie jede Person nach Tätigkeitsprofil einer Jobgruppe zu. Erfassen Sie je Gruppe die Anzahl der Beschäftigten und die vorhandenen Kompetenzen.
Ein Kompetenztableau hilft dabei. Es beschreibt die Qualifikationen der Belegschaft und macht Lücken sichtbar.
Schritt 3 ist der Soll-Zustand. Schätzen Sie, welche Bedeutung jede Jobgruppe in etwa drei Jahren hat. Notieren Sie, welche Weiterqualifizierung nötig ist. So entsteht der künftige Personalbedarf.
Altersstruktur als eigener Datenblock
Die Altersstruktur gehört nicht in eine Randnotiz. Sie braucht einen eigenen Block im Planungsblatt. Die IHK Dresden nennt vier Datenpunkte: Anzahl der Beschäftigten je Jahrgang, Anteile der Jahrgänge in Prozent, Vergleiche zwischen Abteilungen und den Altersdurchschnitt des Unternehmens.
Danach schauen Sie nach vorn. Die IHK Dresden empfiehlt, die künftige Altersstruktur in zwei, fünf und zehn Jahren zu betrachten, für das ganze Unternehmen und für einzelne Bereiche. Altersstruktur analysieren
Ergänzen Sie die Zahlen mit Gesprächen. Mitarbeiterbefragungen oder Einzelgespräche geben Hinweise auf berufliche Pläne. Dazu gehören Ruhestand, Wechselbereitschaft und Aufstiegsfortbildungen.
Schritt 4 und 5: Ist und Soll vergleichen, Maßnahmen festlegen
Jetzt stellen Sie Ist und Soll gegenüber. Die INQA nennt das den Handlungsbedarf. Beziehen Sie die Altersstruktur ein. So erkennen Sie, wo in den nächsten Jahren Stellen frei werden.
Beispiel für ein Planungsblatt: Eine Jobgruppe mit acht Beschäftigten hat zwei absehbare Renteneintritte in fünf Jahren. Dann braucht diese Zeile eine Maßnahme wie Wissensübergabe oder Nachfolgeplanung. Die Zahl ist ein Rechenbeispiel, kein betrieblicher Messwert.
Zum Schluss legen Sie Maßnahmen fest. Die INQA unterscheidet kurzfristige, mittelfristige und langfristige Personalmaßnahmen. Die Einbeziehung der Mitarbeiter kann dabei sinnvoll sein.
Ist und Soll vergleichen, Maßnahmen festlegen
| Zeile | Ziel | Verantwortlich | Zeithorizont | Jobgruppe |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Strategie klären | Geschäftsführung | sofort | alle |
| 2 | Jobgruppen bilden | Personalleitung | 4 Wochen | alle |
| 3 | Bedarf bestimmen | Führungsteam | 8 Wochen | alle |
| 4 | Ist und Soll vergleichen | Personalleitung | 10 Wochen | alle |
| 5 | Maßnahmen festlegen | Führungsteam | 12 Wochen | betroffene Gruppen |
Die Zeitangaben sind ein Beispiel für die Spaltenlogik, keine gemessene Dauer. Belastbare Angaben zum Zeitaufwand liegen nicht vor.
Häufige Fragen
Wer sollte das Planungsblatt ausfüllen?
Eine kleine Gruppe aus Geschäftsführung und Personalleitung. Die INQA empfiehlt, Mitarbeiter bei den Maßnahmen einzubeziehen.
Wie oft muss die Planung erneuert werden?
Die INQA schreibt, die Planung ist nicht final. Prüfen Sie sie regelmäßig und passen Sie sie an.
Reicht ein Blick auf die Gesamtzahl der Beschäftigten?
Nein. Die IHK Dresden rät, die Altersstruktur auch je Bereich zu vergleichen. Sonst bleiben Unterschiede zwischen Abteilungen unsichtbar.



